26
Dez
2011

geburtstag

dass diese entscheidung ansteht, wusste ich schon seit einiger zeit. ein geburtstag, der jedes jahr wiederkehrt und die frage dieses mal, werde ich da hingehen oder nicht ?

wie ich es mache, ist es sowieso verkehrt und ich werde mich hinterher, egal wie meine entscheidung ausfällt ärgern – dass ich es doch genau hätte anders machen sollen.

gehe ich, „um des lieben frieden willen“ und weil es „sich so gehört“, werde ich diese zeit dort, mehr oder weniger absitzen, mich unwohl fühlen und hoffen, diese stunden gehen möglichst schnell vorüber. ich werde zwar froh sein, meine pflicht erfüllt zu haben, doch ich weiß, mir wird es danach nicht gut gehen. auch ist dieser nachmittag einer der wenigen freien, den ich in nächster zeit haben werde.

folge ich meiner inneren stimme und gehe nicht, werde ich mir hinterher vielleicht selbstvorwürfe machen – „warum bist du nicht einfach gegangen, augen zu und durch ?!“ und für den frieden zwischen dieser person und mir, wäre es auch nicht grade förderlich.


einem gesunden selbstschutz folgend, sollte ich wirklich nicht zu dieser feier gehen, vor meinem gewissen kann ich es vertreten und wenn ich die letzten monate zurückblicke, hat diese person durch ihr verhalten nicht nur mich, sondern auch – ihr und mir - nahestehende menschen, immer wieder verletzt, rücksichtslos und egoistisch.


nach dem 'überschlafen' dieser gedanken in der vergangenen nacht und dem heutigen lesen, dieser gestern von mir geschriebenen zeilen, habe ich entschieden, nicht zu diesem geburtstag zu gehen.
ich werde diese (mir verwandtschaftlich recht nahestehende) person anrufen und so meine glückwünsche übermitteln, mit dem vorschlag, sich nach dieser feier mal gemeinsam zu treffen.
bonanzaMARGOT - 26. Dez, 14:45

eine geburtstagskarte tut`s in vielen fällen auch, finde ich.
also wenn nicht gerade eine persönliche einladung vorliegt.
um das schlechte gewissen kommt man manchmal nicht drumrum.
es ist halt auch die frage, ob du dich mit dieser person dahingehend mal aussprechen kannst. wenn nicht, dann ... dann muss man die richtige distanz finden - verwandtschaft hin oder her. wenn ich einen menschen nicht mag, will ich mich nicht aus purem anstand dorthin quälen. wir sind doch erwachsen. bilde ich mir ein. die zeiten der bevormundung durch andere sind vorbei. oder?

Falkin - 27. Dez, 17:04

...prima. Ist doch eine gute, ehrliche Lösung. Sobald man sich bei dem Gedanken, dabei zu sein, unwohl fühlt, ist jede tatsächliche Präsenz doch nur eine Farce.

Beschwingt grüßt: die Falkin

Weberin - 27. Dez, 22:52

Klingt nach einer "gesunden" Ent-Scheidung. Manchmal muss man sich von Menschen, Gewohnheiten, Ansprüchen trennen, um selbst weitergehen zu können, auf seinem ureigenen Weg.

Elisabetta1 - 28. Dez, 19:38

eine gute entscheidung,...

... die du da getroffen hast. ich persönlich hätte auch so entschieden, weil ich, je älter ich werde, mehr und mehr auf konventionen verzichte, die mir nicht wirklich gut tun.
eine gute bekannte von mir, feierte ihren 70. geburtstag. weil ich aber kein passendes billett gefunden hatte, überlegte ich kurz und sagte mir "eigentlich will ich ihr aus verschiedenen gründen, sowieso nicht gratulieren" - tat ich auch nicht und lebe seither im frieden mit mir selbst und ohne zwang. das thema wurde seither nie mehr erwähnt - auch von ihr nicht.

fata morgana - 30. Dez, 19:44

vielen dank für eure rückmeldung, welche mich zusätzlich darín bestärkt hat, die richtige entscheidung getroffen zu haben. auch im anschluss an diesen tag, war ich 'eins mit mir selbst'.

weil es in diesem fall den engsten familienkreis betrifft, neige ich doch immer wieder dazu, zu tun - wie sagte meine mutter früher immer - "was sich gehört".

vielleicht war es ja ein zeichen, was ich für diese person damit gesetzt habe, obwohl ich nicht wirklich daran glaube...

scribine - 12. Jan, 14:57

Abwarten . . .

. . . und Tee trinken, sagte meine Mutter immer.
Ich glaube, diese "Weisheit" hat es in sich.

Und, dann gibt es ja auch diesen Spruch:
"Man trifft sich immer zwei Mal, im Leben."

Denk' mir, die Quintessenz aus beiden, ist es.
Zumal, Leben immer weiter läuft,
Menschen ändern sich . . .

Vielleicht sieht dann, bei der nächsten Begegnung
auch deine Verwandte die Welt anders -
und ihr könnt dann beide aufeinander zugehen,
um Rückschau zu halten.

Ich wünsch' dir Kraft, liebe fata.

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